Verona Logo

Lohnt sich Verona? 8 gute Gründe, warum du Verona besuchen solltest

Lohnt sich Verona?

Lohnt sich Verona? 8 gute Gründe, warum du Verona besuchen solltest

Christoph Erkens
Christoph Erkens

Lohnt sich Verona? 

Verona steht auf vielen Italien-Wunschlisten – aber meistens weiter hinten, hinter Rom, Venedig und Florenz. Das ist ein Fehler. Wer Verona einmal besucht hat, kommt fast immer mit derselben Überraschung zurück: Dass diese Stadt so viel mehr ist, als man erwartet hat.

Hier sind acht Gründe, warum sich eine Städtereise nach Verona wirklich lohnt aus unserer Meinung.

Berühmter Balkon am Haus der Julia
Berühmter Balkon am Haus der Julia

#1 Du bekommst das volle Italien-Erlebnis – ohne die Touristenmassen

Verona hat alles, was du von einer großen italienischen Stadt erwartest: ein römisches Amphitheater, mittelalterliche Gassen, belebte Piazzas, gutes Essen, Wein aus der Region. Aber die Stadt ist eben nicht Rom oder Venedig – und das ist ihr größter Vorteil.

Du kannst die Piazza delle Erbe besuchen und trotzdem an einem Tisch Platz finden. Du kannst in der Altstadt spazieren, ohne von Touristengruppen überholt zu werden. Und du kannst spontan entscheiden, in welche Kirche oder welches Museum du als nächstes gehst – ohne wochenlang im Voraus gebucht zu haben.

Nur bei der Arena di Verona lohnt sich das Online-Ticket, weil die Warteschlangen an der Tageskasse in der Hauptsaison wirklich lang werden können. Bei allem anderen kommt Verona noch angenehm unkompliziert daher.


#2 Die Arena di Verona ist beeindruckender als das Kolosseum in Rom

Das klingt nach einer steilen These – aber hör kurz zu. Das Kolosseum in Rom ist weltberühmt, spektakulär und historisch bedeutsam. Es ist aber auch ein Torso. Große Teile fehlen, viele Bereiche sind gesperrt, und der Besuch fühlt sich oft mehr nach Warteschlange als nach Erlebnis an.

Die Arena di Verona ist kleiner, aber vollständiger erhalten. Du stehst inmitten eines 2.000 Jahre alten Amphitheaters, das immer noch in Betrieb ist. Tagsüber kannst du die Arena auf eigene Faust erkunden – abends, in der Opern-Saison von Juni bis September, verwandelt sich dasselbe Bauwerk in eine der beeindruckendsten Bühnen der Welt.

22.000 Menschen, Verdis Aida oder Puccinis Turandot, Sternenhimmel über dem offenen Dach – das ist ein Erlebnis, für das Menschen extra aus anderen Kontinenten nach Verona fliegen. Und wir als Nachbarn haben es fast vor der Haustür.


#3 Romeo und Julia: Der Mythos funktioniert auch ohne Shakespeare-Kenntnisse

Du musst kein Theaterfan sein, um den Charme der Casa di Giulietta zu verstehen. Der verwinkelte Innenhof in der Via Cappello, die Tausenden Liebesbriefe an den Wänden, die berühmte Julia-Statue, der Balkon – das hat eine Magie, die schwer zu erklären ist. Man weiß, dass die Geschichte erfunden ist. Und geht trotzdem berührt wieder raus.

Für Paare ist Verona sowieso eine der romantischsten Städte Europas – nicht trotz, sondern wegen dieses Mythos. Die Stadt hat ihn seit Jahrzehnten intelligent bespielt, ohne kitschig zu werden.


#4 Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe – und das sieht man

Verona ist seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe, und wer durch die Altstadt läuft, versteht warum. Römische Tore wie der Arco dei Gavi und die Porta Borsari stehen als selbstverständliche Nachbarn neben gotischen Kirchen aus dem 13. Jahrhundert. Die romanische Basilika San Zeno Maggiore ist eine der schönsten Kirchen Norditaliens. Die Skaliger-Gräber – die prunkvollen Grabmale der mittelalterlichen Herrscherfamilie – stehen mitten in der Altstadt, fast beiläufig.

Verona ist ein Freilichtmuseum, das trotzdem lebt. Menschen kaufen auf der Piazza delle Erbe ein, sitzen in den Bars und Cafés der Piazza dei Signori, laufen die alten Kopfsteinpflastergassen entlang. Das ist nicht inszeniert – das ist einfach die Stadt.


#5 Das Essen und der Wein sind erstklassig

Verona liegt im Veneto, einer der bedeutendsten Weinregionen Italiens. Die Region produziert Amarone della Valpolicella, Soave und Bardolino – Weine, die international in den besten Restaurants stehen. In Verona selbst kannst du sie in der Osteria um die Ecke trinken, zu fairen Preisen und mit einer Bruschetta dazu.

Dazu kommt die lokale Küche: Risotto all’Amarone, Pasta mit Pferdefleischragù (ein klassisches Veroneser Gericht, das zugegeben nicht für jeden ist), gegrillte Forellen aus der Etsch, und natürlich alles, was die norditalienische Tradition an guten Zutaten hergibt. Verona ist eine Genussstadt – kleiner und unaufgeregter als Bologna oder Florenz, aber mit echtem Stolz auf das, was die Region zu bieten hat.


#6 Castel San Pietro: Der schönste Ausblick, den du in einer italienischen Stadt machen kannst

Ja, das ist eine mutige Behauptung. Aber wer den Hügel über der Etsch hinaufsteigt oder den Hop-on-Hop-off-Bus zur Haltestelle Castel San Pietro nimmt, versteht es sofort. Von der Terrasse aus siehst du die gesamte Altstadt Veronas zu deinen Füßen: Dächer, Kirchtürme, die Etsch mit der Ponte Pietra, und in der Ferne das Amphi­theater. Bei Sonnenuntergang ist das Panorama schlicht atemberaubend.

Es kostet nichts, dahin zu gehen. Und es gehört trotzdem zu den schönsten Momenten, die du in Verona haben kannst.


#7 Verona ist der perfekte Ausgangspunkt für den Gardasee

Nur 30 Kilometer trennen Verona vom Gardasee – einem der beliebtesten Reiseziele in ganz Europa. Wer Verona als Basis wählt, kann beides kombinieren: zwei oder drei Tage Städtetrip in der Altstadt, dann Tagesausflüge ans Wasser.

Riva del Garda im Norden für Aktive, Sirmione auf seiner Halbinsel für Geschichte und Bäder, Bardolino für Weinproben direkt am Ufer, Malcesine für die Seilbahn auf den Monte Baldo – all das ist von Verona aus in unter einer Stunde erreichbar. Das macht Verona zu einer der flexibelsten Basen für einen Norditalien-Urlaub, die es gibt.


#8 Verona ist kompakt – und das ist ein Vorteil

In Rom brauchst du die Metro, um von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu kommen. In Venedig irrst du durch ein Labyrinth aus Gassen und Brücken. In Verona läufst du von der Arena zur Casa di Giulietta in acht Minuten. Vom Castelvecchio zur Basilika San Zeno in zwölf. Von der Piazza delle Erbe zum Torre dei Lamberti in zwei.

Die gesamte Altstadt ist zu Fuß erkundbar, das Zentrum ist überschaubar, und du verlierst keine Zeit mit Orientierung und Transfers. Das macht Verona ideal für Kurztrips – zwei Tage reichen, um die wichtigsten Highlights in Ruhe zu sehen. Drei Tage, wenn du auch den Gardasee einplanen willst.


Fazit: Lohnt sich Verona als Reiseziel?

Verona ist eine der am meisten unterschätzten Städte Italiens. Sie hat ein 2.000 Jahre altes Amphitheater, das noch in Betrieb ist. Sie hat eine der romantischsten Geschichten der Weltliteratur als Kulisse. Sie hat erstklassige Weine, eine wunderschöne Altstadt und einen der besten Aussichtspunkte Norditaliens. Und sie hat all das, ohne die erdrückenden Touristenmassen der großen italienischen Städte.

Wer die Wahl hat zwischen dem zehnten Rom-Trip und dem ersten Verona-Trip, sollte Verona wählen.


Praktische Infos für deinen Verona-Trip

Wann am besten reisen? April/Mai und September/Oktober – angenehme Temperaturen, weniger Touristen. Im Sommer kommen die Opernfestspiele dazu (Juni bis September), was die Stadt besonders attraktiv, aber auch voller macht.

Wie lange einplanen? Mindestens 2 Tage für die Stadt selbst. 3 Tage, wenn du einen Ausflug zum Gardasee planst.

Wo Tickets kaufen? Die meisten Eintritte lassen sich bequem online vorbuchen. Mit der Verona Card (ab 20 €) sparst du bei mehreren Sehenswürdigkeiten deutlich.

Wie anreisen? Verona hat einen eigenen Flughafen (Flughafen Catullo, ca. 12 km vom Zentrum). Aus Deutschland gibt es Direktflüge. Alternativ ist Verona per Zug hervorragend erreichbar – der Bahnhof Porta Nuova liegt nur 15 Gehminuten von der Arena entfernt.

Karte von Verona:

Redakteur Christoph

Redakteur: Christoph
Hallo und herzlich willkommen auf Verona-Tourist!
Ich heiße Christoph und ich liebe Italien! Auf unserem Verona-Reiseblog erhältst du wertvolle Reisetipps. 

Verona Top 10: